Fanny und der Faun – das Schattenbuch

Jetzt wird’s magisch, seit heute ist mein neuer Roman erhältlich:

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Manchmal ist es besser, die Wahrheit nicht zu kennen …

Magie gibt es nur im Märchen. Davon ist Fanny Lindberg felsenfest überzeugt. Seit zwei Jahren arbeitet sie in der Bonbonmanufaktur ihrer Tante, im Herzen von Bamberg. Tante Frieda liebt es, neue Rezepturen für ihre Bonbons zu entwickeln. Als plötzlich alte Bonbonwalzen mit einem unheimlichen Motiv auftauchen, nutzt Frieda sie arglos für ihre Produktion und löst damit eine Kette unheilvoller Ereignisse aus. Zur selben Zeit tauchen in Fannys Leben zwei Männer auf. Ihr Ex-Freund Angelo, charmant und erfolgreich, sowie ein zwielichtiger Typ, der sie auf Schritt und Tritt zu verfolgen scheint.

Im Haus ihrer Tante stößt Fanny zufällig auf ein wertvolles Pflanzenbuch. Eine junge Frau namens Anna soll es im Jahre 1614 im Auftrag eines Geheimordens gezeichnet und darin das Geheimnis um einen magischen Pflanzenkreis verborgen haben. In dem alten Buch entdeckt Fanny dasselbe Motiv wie auf den Bonbonwalzen: ein Dämonengesicht. Und dieser Dämon soll Menschen verschwinden lassen. Die Geschichte bringt Fannys mühsam verdrängte Vergangenheit zurück. Seit fünfzehn Jahren fehlt von ihren Eltern jede Spur. Und plötzlich ist wieder jemand verschwunden und nichts scheint mehr zu sein, wie es war.

‚Fanny und der Faun – das Schattenbuch‘ ist der Auftakt zur neuen Romantasy-Reihe von Nora Gold.

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Manchmal klappt’s doch

Schlossgarten von Wackerbarth 2

Als ich noch klein war, las uns meine Mutter abends oft etwas vor. Unter anderem aus einem Kinderbuch, das schon seit Generationen in der Familie weitervererbt wurde. Die Geschichte spielte zu Beginn des letzten Jahrhunderts und handelte von einem kleinen Mädchen, das seine eigenen Vorstellungen von der Welt hatte und den Anweisungen der Erwachsenen öfter mal zuwider handelte. Anders gesagt, es hatte viel mehr Mut als ich. Und es hatte eine Oma Dresden. Als ich dann lesen lernte und mit meinen Eltern zu meiner Oma Bamberg fuhr, vertrieb ich mir die fünf Stunden Fahrtzeit mit dem Entziffern der Wörter auf den Autobahnschildern. Auf einem stand „Dresden“. Sofort dachte ich an meine Kinderbuchheldin und deren Oma. Ich fragte meine Eltern, ob wir auch mal nach Dresden fahren könnten, und erfuhr so die Sache mit der Mauer. Sie beschäftigte mich nachhaltig. Von da an wünschte ich mir jedes Mal, wenn wir wieder an diesem Schild vorbeifuhren, dass wir doch einfach mal dort abbiegen würden. Und noch heute denke ich jedes Mal daran, wenn ich von meinen Eltern kommend von der A 7 an diesem Schild (oder seinem Nachfolger) den Blinker setze und abbiege. Heute wohne ich in der Nähe von Dresden.

Trotzdem sollte man beim Wünschen eine gewisse Vorsicht walten lassen: Als Studentin wünschte ich mir immer eines dieser großen Autos einer bestimmten Marke. Die hatten damals Kultstatus. Vorausgesetzt, sie waren uralt, ziemlich verbeult und in einer ungewöhnlichen Farbe lackiert. Rosa oder lila. Oder so. Natürlich hatte ich kein solches Auto. Und irgendwann vergaß ich meinen Wunsch auch wieder. Bis ich dann viele – nein, sehr viele – Jahre später mit genau solch einem Auto durch Leipzig fuhr. Mindestens zwanzig Jahre alt (das Auto), nur noch wenig Lack auf dem Blech, mit abgerissenen Zierleisten und (kein Scherz) einem Knoten in der Antenne. Als mir auffiel, dass sich nun mein Wunsch erfüllt hatte, musste ich erst einmal anhalten, weil ich einen Lachkrampf bekam. Das Auto gehörte übrigens meinem damaligen Freund und heutigen Mann, der sich einen Spaß daraus machte, die Schrottkarre auf dem Uniklinik-Parkplatz direkt neben den schicken Karossen seiner Kollegen zu parken.

Die dritte Geschichte, die mir passiert ist, hat selbst mich Verstandesmenschen (muss ja nicht nur mein eigener sein) ein wenig nachdenklich gemacht: Es gab einmal eine sehr nahe Freundin in meinem Leben. Wir hingen sprichwörtlich zusammen wie Pech und Schwefel und nichts schien uns trennen zu können. Wir sind auch viel zusammen gereist, mit ihr habe ich beispielsweise ‚mein‘ Schottland entdeckt. Doch dann geschah etwas, was manchmal im Leben passiert, ohne, dass man es wirklich versteht oder verhindert. Jedenfalls hatten wir anschließend viele, viele Jahre keinerlei Kontakt mehr zueinander. Natürlich gab es neue Freunde und neue Reisen und sie sind alle wichtig für mich und Teil meines Lebens geworden. Doch wie gern wollte ich wieder dieser einen Freundin nahe sein, mit ihr reden, lachen. Und reisen. Die meisten Geschichten verlaufen sicher anders. Doch manchmal hält das Leben tatsächlich eine zweite Chance bereit. Nächste Woche fliegen diese Freundin und ich zusammen in den Urlaub. Mehr als doppelt so alt wie beim letzten Mal und (hoffentlich) ein bisschen klüger.

Ich würde nicht darauf bauen, aber manchmal funktioniert die Sache mit dem Wünschen eben doch. Und dann braucht’s nur noch ordentlich Geduld 😉