Ein glückliches …

 

20151231_140245… Jahr 2016! Gesundheit und Glück wünsche ich euch! Lasst eure Träume in den Himmel steigen.

Liebe Grüße, eure Nora

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Unvollständig …

… ist mein Adventskalender in diesem Jahr geblieben.

20151222_122123

Den wunderschönen selbstgebastelten Stern habe ich heute auf meinem Schreibtisch gefunden. Und mit diesem Bild wünsche ich euch und euren Lieben besinnliche Feiertage, eine fröhliche Zeit miteinander und alles Liebe, Gesundheit und Glück für 2016!

Eure Nora

Spitzbuben

Diese leckeren Weihnachtsplätzchen werden nach einem alten Familienrezept der Familie Brunner aus Bamberg gebacken – herzlichen Dank für’s Einsenden!
Zutaten:
  • 250 g Butter
  • 1 Ei
  • 250 g Zucker
  • 125 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 500 g Mehl
  • Johannisbeer- oder Himbeergelee zum Füllen der Plätzchen.
Zubereitung:
Die Butter schaumig rühren, die übrigen Zutaten dazu geben und gut vermengen. Den Teig im Kühlschrank ruhen lassen, bis er kalt ist.
Danach den Teig ausrollen, runde Plätzchen mit Förmchen ausstechen und bei 190 Grad Celsius 10 Minuten backen.
Die Plätzchen abkühlen lassen und anschließend mit dem Gelee füllen, d.h.: Ein Plätzchen mit dem leicht erwärmten Gelee (so lässt er sich besser verarbeiten) bestreichen und mit einem zweiten bedecken. Je nach Größe der Plätzchen nimmt man ca. 1 Teelöffel Gelee.
Beim Adventskaffee genießen!

Eindrücke aus einer alten Stadt

Poetische Reisebilder aus Prag

von Christian Bolick-Zander

Les Trottoirs du Ulica Parizska

In der Milde des Abends –
im Café ‚Chez Madeleine‘
wandeln schmalbeinig Beauties
gleich französischen Feen.
Und im Schein der Laternen
– kristallin-bleicher Teint –
weht ein Hauch großer Welten,
bebt ein Touch Saint Germain.
Dabei lächeln sie lieblich
und eintönig perdue
bei Gerede von Wellness,
von Wein und Menue.
So sind sie die Ladies
der Grand Societé
auf den Prager Boulevards
bei Boullion und Sorbet.

Karls-Brücke

Auf der steinernen Brücke
fremdes Volk bunt gemengt
auf historischen Wegen,
österlich dicht gedrängt;
lauschend friedlich vertieft
dem Geraune des Stroms
und darüber im Anblick
der Burg und des Doms,
die in ewiger Eintracht,
hoch dort droben erstellt,
wachen streng über Bürger
und die stadtliche Welt.

Und Smetanas Moldau
– geruhsam von fern –
umströmt mächtig im Bogen
deren heiligen Kern.

An manch sonnigen Tagen
in der Abende Schein
blinkt von massigen Bauten
manch leuchtender Schrein.

Nationale Paläste
– goldkronig bedacht –
werfen Strahlen des Lichts
auf den Zauber der Nacht.

Von der Brücke herab
schallt verhalten adrett
zu dem Traum dieses Abends
Jazzkeller-Sextett;
spielt für liebende Pärchen
auf und unter der Brück‘,
spielt für Alte und Junge
die Romanze vom Glück.

Und wiederum Dohlen
zum Abschied des Tags,
der Vogel der Tugend –
ein Symbolvogel Prags;
ein Symbol auch der Treue,
für Segen und Heil,
nehmend singend am Abend
konzertant sie gern teil.

Historie

Gevierteilt von Straßen,
zwischen Buchsbaum und Flor
ragen Männergestalten
gleich Skulpturen empor
mit gewundenen Körpern,
starr aus Kupfer und Blei –
Zeugen, mahnend von Folter;
Verrat – Jalta/Versailles;

von historischem Grauen,
von Verschwörung und Feind
und von heiligen Kämpfen,
die sie wieder vereint –
nach Jahrzehnten des Bangens
von Gesetz und Partei,
doch befreit nun vom Knebel
der Tyrannei.

Zum Abschied

Über sechs, sieben Tage
in lindgrünem Licht
zeigtest Du – edles Prag –
mir dein schönstes Gesicht.

Wohl beherbergt von Gassen,
von Sträßchen geführt,
fand ich, dauerhaft-ehern
ornamentisch gekürt,
– auf den Spuren der Meister
urältester Zeit –
Kathedralen und Klöster
in stilvollem Kleid.

So gefügt und gestaltet
zu konzertiertem Gebau,
zeigte Prag sich vergoldet,
stellte sich mir zur Schau.

Ganz Prag also ein Tempel,
geweiht der Kultur
und die Seele der Künste
– allerfeinster Gravur –

Im Zauber von Klängen
ein Hauch Sinfonie,
ein Traum von Gesängen
und von Elegie.

 

Das ist doch viel zu schade …

Satirisches aus dem ganz normalen Alltag
von Marie-Luise Wagener

Meine Familie besteht aus vier Personen. Zwei davon sind Sammler, der Rest versucht, mit den aktuellen Anschaffungen auszukommen. Die Sammler verwahren alles, auch den kleinsten Lackrest – man braucht so etwas gelegentlich schon mal -, abgewetzte Ledergürtel von längst in der Altkleidersammlung entsorgten Hosen, leere Marmeladengläser, für deren Reinigung ökologisch wertvolles Leitungswasser verschwendet wird, um dann wertlosen Krempel darin aufzuheben, Holzleisten jeglicher Länge und Dicke. Die so genannte Werkstatt meines Mannes gleicht einem Gruselkabinett. Die Forderung, Ordnung zu schaffen, stößt auf beleidigten Protest. Ja, mein Mann behauptet sogar, den Inhalt der unzähligen Schachteln und Schächtelchen, Dosen und Gläser genau zu kennen.

Apropos Altkleidersammlung: Den Kampf, abgetragene, unmoderne Kleidung nach jahrzehntelangem Gebrauch zu entsorgen, gewinne ich nur, wenn mein Mann wegen Gewichtsproblemen sämtliche Nähte und Knöpfe sprengt. Allerdings hat sich in diesem Punkt seit einem eher peinlichen Vorfall eine positive Änderung ergeben: Wir bekamen eine Traueranzeige, unglücklicherweise erst einen Tag vor der Beerdigung. Mein Mann – mittlerweile 65 Jahre alt – besitzt einen schwarzen Anzug, der für sein Examen vor 40 Jahren von einem Schneider angefertigt und wegen des ach so guten Tuches zu den verschiedenen Anlässen – Hochzeit, Kindtaufe – den veränderten körperlichen Bedürfnissen angepasst worden war. Man wähnte sich gut gerüstet für den traurigen Anlass.

Allerdings lag die letzte Anpassung schon 13 Jahre zurück. Ich witterte Unrat und riet zu einer Anprobe, da mein Mann in der letzten Zeit etwas an Gewicht zugelegt hatte. Der Anblick, der sich mir anschließend bot, war je nach Temperament des Betrachters Mitleid erregend oder Lachsalven auslösend. Mein Mann stand da mit eng an den Körper gepressten Armen, um die Rückennaht des Jacketts zu schonen, versuchte, durch Anhalten der Luft und Einziehen des Bauches den Hosenbund erträglich zu gestalten und brachte mühsam hervor: „Was meinst du, so kann ich wohl nicht gehen?“ Meine Bemühungen, kurz vor Ladenschluss Ersatz zu beschaffen, waren vergeblich. Mein Mann trauerte in Braun. Seitdem trennt er sich leichter von Klamotten, die das Verfallsdatum längst überschritten haben.

Eine neben der Haustür abgestellte, prall gefüllte Plastiktüte, die ich bei nächster Gelegenheit zum Altkleider-Container mitnehmen wollte, erregte neulich das Interesse des anderen Sammlers meiner Familie, meiner ältesten Tochter. Mir brach der Schweiß aus. Die Tüte wurde geöffnet, entrüstetes Geschrei drang durchs Haus: „Bist du  verrückt, das sind doch meine Abiturschuhe!“

Nebenbei bemerkt, meine Tochter ist 34 Jahre alt.

Mit Mangold, Zimt und Gojibeere …

ein ganz besonderer Smoothie
– Rezept eingesandt von Susanne T.

smoothie3Zutaten:

a)

  • 1 Apfel – geschält und entkernt
  • 1 Fenchelknolle
  • 30 g frischer Rucola
  • 1 Banane
  • 1/2 Avocado
  • 50 g frischer Salat-Mix, z. B. Feldsalat, roter Mangold, Mesclun
  • 1/2 Bund frische Petersilie (glattes Blatt)

b)

  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 1 EL Bio Aloe Vera-Direktsaft
  • 1 EL Bio-Direktsaft Gojibeere
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Lecithin-Granulat
  • 1 Prise frisch gemahlener bunter Pfeffer
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Curcuma
  • 1 TL Hanfpulver
  • 1 TL Hagebuttenpulver
  • 2 TL Honig
  • 1 Knolle Ingwer, frisch gerieben und ausgepresst – nur den Saft verwenden/Menge abhängig vom gewünschten Schärfegrad

c)

  • 1 große Tasse (Pott) Wasser
  • 2 große Tassen Dinkel-Calcium-Drinksmoothie2

Zubereitung:

Zutaten a) und b) in den Mixer geben und 1 bis 2 Minuten mixen (bei 10.000 bis 30.000 Umdrehungen/Minute). Danach das Wasser und den Dinkel-Calcium-Drink einfüllen und nochmals 1 Minute mixen.

Guten Appetit!

Bilder: Susanne T.

Mit dem sechsten Türchen…

_MG_9314…meines Adventskalenders sende ich all denen ein Licht zum zweiten Advent, die traurig sind, weil sie einen lieben Menschen verloren haben, weil sie sich einsam fühlen, oder weil sie ein anderer Kummer bedrückt.

Euch wünsche ich, dass schon bald wieder mehr Fröhlichkeit in eurem Leben Einzug hält!

Lieben Gruß, eure Nora

Advent auf der Albatrosinsel …

… oder: Wir basteln uns unsere christbaumkugel.rot.bearbeitet.72.2.3.cmChristbaumkugeln

von Silke Ottow

Als Lina am Morgen die Augen öffnete, hatte sie ein merkwürdiges Gefühl. Dann fiel ihr der Traum wieder ein, den sie letzte Nacht gehabt hatte. Sie krabbelte unter ihrer Decke hervor, holte Teddy und ihr Buch vom Regal und kuschelte sich wieder ins Bett.
Ihr Buch war nicht irgendein Buch. Es war eins, in dem sie selbst vorkam. Es hieß „Lina und der Albatros“ und auf dem Titelbild waren Lina, Erwin, Teddy und die beiden Albatrosküken Albi und Klara abgebildet. Und natürlich die Albatrosinsel. Klar, denn das Buch handelte von allem, was Lina bisher über das Leben von Wanderalbatrossen gelernt hatte. Also davon, wie Wanderalbatrosse aufwachsen und wie schwer es für Mama und Papa Albatros ist, ihr Küken zu ernähren und groß zu ziehen. Das Albatrosküken Albi war Hauptvogel in ihrem Buch. Hauptvogel ist so etwas wie Hauptperson, nur für Vögel eben, hat Erwin gesagt. Und Klara ist Albis Freundin. Ach ja, und Erwin ist ein Büchermännchen. Außerdem handelte das Buch von Lina und ihrer Tagesmama Robert und all den Experimenten, die Lina mit Robert gemacht hat, damit sie auch wirklich alles verstand, was sie auf der Albatrosinsel gesehen hatte. Mama und Papa kamen natürlich auch in dem Buch vor.
Wenn Lina in ihrem Buch las – und sie las oft in ihrem Buch – las Teddy immer mit.
„Teddy, du glaubst gar nicht, was ich heute Nacht geträumt habe. Ich habe von der Albatrosinsel geträumt!“, strahlte Lina Teddy an. „Aber es war wirklich ein sehr komischer Traum“, sagte sie dann nachdenklich. „Soll ich dir von meinem Traum erzählen, Teddy?“
Natürlich sollte sie!
„Teddy, du weißt doch, am Wochenende haben wir mit Mama den christbaumkugel.blau.bearbeitet.72.2.3.cmAdventskranz geschmückt und mit Robert haben wir am Freitag angefangen, Christbaumkugeln zu basteln. Und du weißt doch christbaumkugel.rot.bearbeitet.72.2.3.cmauch, dass die Kugeln über das Wochenende trocknen mussten und wir sie heute fertig basteln wollen. Das weißt du doch noch, oder?“ Lina sah Teddy fragend an.
Keine Frage, dass Teddy das wusste.
„Na, jedenfalls waren in meinem Traum die Kugeln schon fertig und ich wollte auf die Albatrosinsel und Albi und Klara zeigen, wie man einen Tannenbaum schmückt. Dafür musste ich aber nicht nur die Kugeln, sondern auch einen Tannenbaum mitbringen. Denn, du weißt ja, Teddy, dass es auf der Albatrosinsel keine Bäume gibt, weil es da so kalt und stürmisch ist und da nur Gräser wachsen“, erklärte Lina.
Und so kam es, dass der Baum von Lina ein ziemliches Aufsehen erregte und innerhalb kürzester Zeit eine Ansammlung von Albatrossen zusammengekommen war. Jeder hatte einen anderen Vorschlag, was man mit so einem Gebilde anfangen könnte. Einig versuchten den Baum auf den Kopf zu stellen, andere meinten, er eigne sich gut als Aussichtspunkt und versuchten auf ihn zu klettern und wieder andere wollten mit den Zweigen ihr Nest auspolstern. Und dann erst das Theater um die Kugeln! Lina kam gar nicht dazu, den Albatrosküken zu zeigen, was man damit macht. Die meisten fanden, die Kugeln eigneten sich hervorragend dafür, um mit ihnen Brüten zu spielen.christbaumkugel.rot.bearbeitet.72.6.10.cm Versteht sich von selbst, dass Klara da ganz vorne mit dabei war.
„Als sich dann ein Albatrosküken mitten auf dem umgekippten Baum gesetzt hat und fast alle Kugeln in irgendwelchen Nestern verschwunden waren, bin ich aufgewacht“, Lina schüttelte mit dem Kopf. Es war wirklich ein komischer Traum.
Das fand Teddy auch.
Lina nahm ihren Teddy in den Arm und drückte ihm ein Küsschen auf die Nase. „Aber, Teddy, ich glaube, wir müssen jetzt mal ganz schnell gucken, ob unsere Weihnachtsbaumkugeln noch da sind.“
Denn so ganz leise Zweifel, dass es sich bei dem Traum von letzter Nacht nicht um einen richtigen, echten Traum gehandelt hatte, kamen ihr dann doch.
Denn Lina hatte schon viele Nächte von der Albatrosinsel geträumt. Allerdings war in allen anderen Nächten immer Erwin dabei gewesen. christbaumkugel.blau.bearbeitet.72.6.10.cmDenn Erwin hatte für sie das Albatrosküken Albi aufgespürt und alles, was Lina mit Hilfe von Erwin gesehen hatte, war wirklich passiert. Für Lina war das immer so etwas wie eine Traum-Wirklichkeit  gewesen und es war auch nicht ganz so chaotisch wie richtige, echte Träume normalerweise sind. Oder, sagen wir mal, es war anders chaotisch gewesen. Denn Erwin und Albi haben sich hin und wieder mal gekabbelt und Erwin musste Küken spielen, obwohl er es gar nicht wollte und es ihm schrecklich peinlich gewesen ist. Und Zuhörverbot hat er auch einmal bekommen.
Jedenfalls war Lina deshalb doch nicht so ganz sicher, ob wirklich alles seine Ordnung hatte. Denn sollte es sich nicht um einen richtigen, echten Traum gehandelt haben, lägen jetzt tatsächlich alle Kugeln in irgendwelchen Albatrosnestern und Robert und Lina müssten ganz von vorne anfangen!
Als Lina mit Teddy im Arm den Flur entlang flitzte und in einer scharfen Kurve ins Wohnzimmer schoss, wäre sie beinahe mit Papa zusammengestoßen.
„Langsam, langsam, wo willst du denn so flott hin?“, fragte Papa.
„Ich muss nach meinen Kugeln gucken“, rief Lina.
Papa lachte. „Du hast wohl Angst, dass heute Nacht jemand die Kugeln gefressen hat. Doch da kann ich dich beruhigen. Sie liegen alle noch da und sind wunderbar trocken geworden. Ihr könnt sie also heute fertig basteln. Und nun geh dich mal anziehen, Lina, sonst kommst du zu spät zur Schule.“
Als Lina am Nachmittag aus der Schule nach Hause kam, bastelte sie sofort nach ihren Hausaufgaben die Weihnachtsbaumkugeln fertig. Und hier zeigt sie dir, wie sie das gemacht hat.

christbaumkugel.blau.bearbeitet.72.2.3.cmchristbaumkugel.rot.bearbeitet.72.2.3.cmchristbaumkugel.blau.bearbeitet.72.2.3.cm

Wir basteln uns unsere Christbaumkugeln

Was du brauchst:

  • 1 Tennisball
  • Alufolie
  • Tapetenkleister
  • Zeitungspapierschnipsel
  • Blumendraht
  • Geschenkpapierschnipselchristbaumkugel.blau.bearbeitet.72.2.3.cm
  • Geschenkschleifenband (passend zum Geschenkpapier)
  • Schere
  • Zange zum Schneiden und zum Biegen von Blumendraht

So geht’s:

Wickle den Tennisball gut mit Alufolie ein. Mit Tapetenkleister und Zeitungspapier machst du eine dicke Schicht Pappmaschee um den eingewickelten Ball. Also immer wieder Tapetenkleister und Zeitungspapierstreifen um den Ball kleben und ordentlich einkleistern. Anschließend machst du mit mit der Schere einen Schnitt in das Pappmaschee und in die Alufolie, der groß genug ist, um den Tennisball wieder herauszuholen. Die Öffnung drückst du wieder zusammen. Nun kommt wieder eine ordentliche Lage Pappmaschee über die Kugel, sodass der Schnitt wieder verschlossen ist. So kannst du beliebig viele Kugeln mit nur einem Tennisball herstellen. Die Pappmascheekugeln lässt du nun trocknen.

christbaumkugel.solo.rot.drahtbuegelWenn alles trocken ist, reißt du das Geschenkpapier in Streifen und klebst auch dieses mit Hilfe von Tapetenkleister kreuz und quer über die Kugeln, bis man das Zeitungspapier nicht mehr sieht. Aus Blumendraht biegst du nun eine Schlaufe mit zwei Drahtenden, die du auf die Kugeln legst. Die Drahtenden klebst du ebenfalls mit Geschenkpapierstreifen und Tapetenkleister fest. Nun lässt du wieder alles trocknen. Durch die Blumendrahtschlaufe ziehst du Geschenkschleifenband. Das Band verschließt du mit einem Knoten oder einer Schleife. Aber nicht zu eng, denn so hast du eine hübsche Schlaufe, um die Kugeln an den Weihnachtsbaum zu hängen.baumkugeln

Lina und der Albatros – Ein Miteinander-Buch

von Silke Ottow

„Lina und der Albatros“ ist eine Geschichte über Albatrosse in ihrem natürlichen Lebensraum und die faszinierenden „Ideen“ der Natur, die die Tiere zu Höchstleistungen bringen und ihnen das Überleben sichern. Dazu gibt es anschauliche Erklärungen, Extras und Experimente, die das Verständnis der Kinder für das Gelesene unterstützen.

Den Lese-experimentier-und-ausprobier-Rhythmus geben die Kinder vor. Sie können erst lesen, dann ausprobieren, erst ausprobieren, dann lesen oder das Lesen zum Ausprobieren unterbrechen. Die Vorlieben werden hier sicherlich von Kind zu Kind und vielleicht ja auch von Mal zu Mal verschieden sein.

Lina und der Albatros ist ein Miteinander-Buch. Es ist eine Einladung an die Kinder und ihre Vor- und Mitleser zum gemeinsamen Ergründen, Erkunden, Erfahren.

Alle Jahre wieder…

Satirisches aus dem ganz normalen Alltag
von Marie-Luise Wagener

Baumreihe

Weihnachten hält auch nicht immer, was es verspricht. Das Schönste daran ist – wie so oft – die Vorfreude. Und die kehrt erstaunlicherweise alle Jahre wieder. Liebevoll verpackte Geschenke stapeln sich in entlegenen, selten frequentierten Schränken, die Kühltruhe ist wohlbestückt, ein halbwegs gerade gewachsener Baum besorgt. Nun kann es kommen, das Fest der Feste!

Doch vorher steht einem die Ankunft selten anwesender und mitunter gewöhnungsbedürftiger Familienmitglieder ins Haus. Man nimmt sich vor, – ausnahmsweise, um des lieben Friedens Willen und weil Weihnachten das Fest der Liebe ist – besonders tolerant zu sein, das Chaos großzügig zu übersehen, das diese Personen innerhalb weniger Stunden in den weihnachtlich hergerichteten Räumen verursachen und Bemerkungen wie: „Schon wieder dieser langweilige silberne Weihnachtsbaumschmuck!“ unerwidert zu lassen.

Die innere Anspannung steigt jedoch beim Gedanken an das Festessen. Nichts hassen gelegentlich zu Besuch weilende Sprösslinge mehr, als den Bruch mit Traditionen aus Kindertagen. Und dieses Mal wagt man es gar, Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelpüree zu servieren! Die Drohung, dann doch im nächsten Jahr lieber gar nicht erst zu kommen, quittiert man, schon etwas gereizt, damit, dass das eigentliche Festmenü am ersten Weihnachtstag folge.

Die nächste Zitterpartie ist das Sichten der Geschenke. Das, was man in Vorfreude mühsam ausgesucht, durch Menschenmassen in strömendem Regen nach Hause geschleppt und schließlich kunstvoll verpackt unter den Tannenbaum drapiert hat, schrumpft jämmerlich zusammen, wenn man die abschätzenden Blicke der Beschenkten sieht. Fragen wie: „Zeig mal, was hast du denn bekommen?“ lassen ahnen, dass nicht alles ins Schwarze trifft, was man selbst so toll fand.

Nach der ersten und schwierigsten Weihnachtshürde, dem Heiligen Abend, kann man die beiden folgenden Feiertage gelassener angehen. Ärgerlich ist es zwar, dass das so schön geplante gemeinsame Erste-Weihnachtstag-Frühstück – gegen 9.00 Uhr angesetzt -, ohne die Anwesenheit der Besucher stattfindet. Obwohl man doch so gern alle seine Lieben um sich versammelt hätte, wozu sich ein Esstisch nun mal am besten eignet. Wenn sich die Langschläfer auch noch kurz vor dem Mittagessen mit allem, was der Kühlschrank hergibt, vollstopfen und dafür das sorgfältig zubereitete Festmenü ignorieren, droht die Stimmung  zu kippen.

Am zweiten Weihnachtstag löst sich traditionsgemäß die Viersamkeit wieder in eine Zweisamkeit auf und man kann sich entspannt zurücklehnen, die Gedanken an eine Flucht im nächsten Jahr – wohin auch immer – verwerfen und sich sagen: „Es hätte schlimmer kommen können!“

Baumreihe

Illustration von Kristine Reimann
aus: Als Lilofee die Zeit anhielt von Paula Schabehorn